News / Aktuelles

1.August-Rede von Christophe Darbellay

01. August 2011
Welche Schweiz wollen wir?

Drei Monate vor den eidgenössischen Wahlen ist es wichtiger denn je, dass sich die Schweiz ihrer Stärken und Werte bewusst ist. Die Schweiz ist weltweit ein Vorbild. Sie ist ein Erfolgsmodell, worum uns viele beneiden. Diese Stärke ist zu einem ganz wesentlichen Teil der Politik der Mitte zu verdanken. Nehmen wir uns den Nationalfeiertag zum Anlass zu prüfen, wohin wir in Zukunft wollen!

Wollen wir hin zu einer zunehmenden Polarisierung, die das Weiterkommen unseres Landes lähmt? Hin zu einer Politik, die nur noch Parteiinteressen und Ideologien verfolgt, anstatt für die Bürgerinnen und Bürger einzustehen? Zu einer Politik, die marktschreierisch Probleme aufzählt, aber keine Lösungen bietet? Wenn wir den erfolgreichen Weg der Schweiz weiterführen wollen, unser Land weiterhin zur weltweiten Spitze gehören soll, dann müssen wir auch weiter auf die Mitte setzen. Denn es ist die CVP, die die Werte unseres Landes verteidigt, sie ist es, die echte Lösungen bietet!

  • Wegen unserem Leistungsausweis und unserer staatstragenden Funktion. Weil dieses Land ohne die CVP nicht mehr dasselbe ist, seine politische Tradition sich verändert. Wir gewinnen über 80 Prozent aller Volksabstimmungen, über 90 Prozent aller Entscheidungen im Parlament werden in unserem Sinne gefällt. Auf Bundes- Kantons- und Gemeindeebene definieren wir die Mehrheiten mit unseren Lösungen.

  • Weil es in der Politik ähnlich ist wie in einer Familie, am Arbeitsplatz oder in einem Verein: Man muss die Schwierigkeiten überwinden, sich zusammen an den Tisch setzen, diskutieren und die beste Lösung für alle finden. Das ist das Wesen der Demokratie, das ist der Sinn einer Volkspartei.

  • Weil wir keine stalinistische Partei sind, weil es Spielraum gibt für die Debatte. Das haben wir beispielsweise bei der Nuklearfrage gezeigt. Weil wir mutige Entscheidungen treffen. Ohne uns wäre keine Bewegung in die Energiediskussion gekommen. Wir haben zusammen mit unserer Bundesrätin die Schweiz auf einen neuen Weg geführt. Weg von der Nuklearenergie hin zu neuen technologischen Möglichkeiten, Strom zu gewinnen, Strom intelligenter einzusetzen. Wir haben etwas erreicht für die Zukunft unserer Kinder.

  • Weil wir das Feld nicht denjenigen überlassen wollen, welche „den Kapitalismus überwinden“, aber auch nicht denjenigen, welche den bilateralen Weg aufkünden und damit den Ast absägen, auf dem wir sitzen. Weil wir uns gegen überrissene Boni wehren, unserer Wirtschaft aber keine Wettbewerbsnachteile bescheren wollen. CVP Wirtschaftspolitik heisst soziale Marktwirtschaft – sie ist von sozialer Verantwortung geprägt und  nachhaltig. CVP-Wirtschaftspolitik hat nichts mit „Casino-Wirtschaft“ zu tun.

  • Weil wir eine konstruktive Kraft sind, keine der Polparteien, welche alles schlecht reden und gegen alles anrennen, was den Erfolg dieses Landes ausmacht; das Bildungssystem, die Sozialversicherungen, die Infrastrukturen, die wettbewerbsfähige Wirtschaft, die intakte Umwelt, die tiefe Staatsverschuldung, die moderaten Steuern, die Qualität des Gesundheitssystems.

  • Weil wir verhindern müssen, dass nun auch der Ständerat zur Kampfzone wird. Zu einem Ort, in dem der Gedankenaustausch, die Suche nach Lösungen, der Zusammenhalt der Schweiz dem Populismus und den Hahnenkämpfen Platz machen müssen. Ständeräten dürfen keine Parteisoldaten sein. Für die Schweiz wäre das fatal. Nur wenn die CVP und der Freisinn, die bürgerliche Mitte, den Löwenanteil im Ständerat ausmachen, verkommt die Politik in der kleinen Kammer nicht zu einem Zustand mit  stetigen Blockaden und unheiligen Allianzen.

  • Weil wir vielfältig, aber geeint sind. Wir Christdemokraten vereinen Arbeitgeber und Arbeitgeber. Wir setzen auf die Sozialpartnerschaften. Wir haben Konservative, Liberale und Gewerkschafter in unserer Partei. Unsere Mandatsträger sind Persönlichkeiten, die sich stark für soziale oder Umweltanliegen einsetzen. Wir haben Unternehmer unter uns, solche von kleinen und mittleren Unternehmen, aber auch von grossen. Wir haben Bauern unter uns und Angestellte. Bei uns politisieren Studierende und Lernende. Wir haben Mütter, welche ein traditionelles Familienmodell leben und Mütter, welche einer Arbeit ausser Hause nachgehen. Wir sind eine echte Volkspartei. Ein Abbild der Schweiz.

Deshalb: Keine Schweiz ohne uns.

 
Bauer Medien AG