„Das ist für mich der wichtigste Entscheid der vergangenen Legislatur“, freut sich Parteipräsident Martin Schwegler. Besonders erfreulich: Die CVP war für den Durchbruch verantwortlich. „Angefangen bei Doris Leuthard, über den Nationalrat und schliesslich im Ständerat: Die CVP hat für die nötige Mehrheit gesorgt.“
Luzerner CVP als Vorreiter
Für die Luzerner CVP ist der Entscheid eine grosse Genugtuung. „Nach Fukushima haben wir diesen Schritt gefordert, nun ist er endlich erfolgt – die Arbeit hat sich gelohnt“, sagt Martin Schwegler. Bereits Ende Mai hatten die Delegierten der Luzerner CVP einstimmig eine Resolution verabschiedet, wonach in der Schweiz keine neuen Atomkraftwerke mehr gebaut werden. Nun hat sich die Überzeugung, dass die Atomtechnologie zu gefährlich ist und der Atommüll zukünftige Generationen belastet, auch in Bern durchgesetzt.
Wichtiges Signal an die Wirtschaft
Neben diesen grundsätzlichen Problemen der Atomkraft sprechen auch pragmatische Gründe für den Ausstieg. Die Chance, dass die Stimmbürger jemals einem neuen Atomkraftwerk zustimmen, ist verschwindend klein. Deshalb war es wichtig, dass das Signal für den Ausstieg so früh wie möglich kommt. „Nun können die nötigen Investitionen ausgelöst werden, so dass genügend saubere Energieträger zur Verfügung stehen, wenn die ersten Atomkraftwerke vom Netz gehen“, sagt Martin Schwegler.
Atomenergie hat keine Zukunft
Für die CVP ist die Atomenergie ein Auslaufmodell, denn sie wird zunehmend teurer. Die Sicherheitsvorschriften werden strenger und die Versicherungsprämien steigen. „Die Produktionskosten der Kernenergie nehmen laufend zu – währenddem erneuerbare Energien günstiger werden“, erklärt Martin Schwegler. Deshalb mache es auch volkswirtschaftlich Sinn, in grüne Technologien statt in Atommeiler zu investieren.
Weiterhin ökologisch politisieren
Dafür wird sich die CVP im Kanton Luzern auch in Zukunft einsetzen. „Wir dürfen nicht nachlassen, erneuerbare Energien zu fördern und die Energieeffizienz zu erhöhen“, sagt Martin Schwegler. Der Kanton sei auf einem guten Weg. „In den letzten vier Jahren haben wir dank der CVP viel in energietechnische Gebäudesanierungen investiert – da müssen wir dran bleiben.“
