Auf den ersten Blick ist im Kanton Luzern alles in bester Ordnung. Der Vierwaldstättersee, die Reuss, die Kleine Emme: Hierzulande scheint es Wasser in Hülle und Fülle zu geben. Doch aufgepasst: „Zukunftsszenarien zeigen auf, dass Trinkwasser nicht nur global, sondern auch in unseren Breitengraden knapp werden könnte“, warnt CVP-Kantonsrat Ludwig Peyer. „Dies ist darum eine grosse Gefahr, weil Wasser nicht künstlich herstellbar ist und gleichzeitig ein elementares menschliches Bedürfnis befriedigt.“
Vielfältiger Nutzen
Ohne Wasser gibt es kein Leben. „Ohne Wasser hätten wir nichts zu trinken, die Felder können nicht bewässert werden, Krankheiten würden wegen schlechter Hygiene grassieren und die Stromversorgung geriete aus dem Gleichgewicht“, sagt Ludwig Peyer. Genauso wie in der Energiepolitik brauche es deshalb auch in der Wasserpolitik kreative Ideen, um Wasser effizienter und sparsamer einzusetzen.
Interessenkonflikte lauern
Was der Umgang mit dem Wasser kompliziert macht, sind die Interessenkonflikte. Umweltschützer, Bauern, Fischer, Ausflügler oder Energiewirtschaft haben nicht selten unterschiedliche Bedürfnisse. Beispielhaft zeigt sich das bei der Nutzung von Wasserkraft. Während Stromversorger möglichst viele Wasserkraftwerke bauen wollen, kritisieren Umweltschützer und Fischer diesen Eingriff in die Natur. Ähnliche Zielkonflikte gibt es auch beim Hochwasser- oder beim Gewässerschutz. „Bei dieser komplizierten Interessenlage ist es nötig, dass der Kanton den Umgang mit Wasser durchleuchtet und darauf gestützt eine durchdachte Wasserpolitik begründet“, erklärt Ludwig Peyer.
Wichtig für Gemeinden
Nicht zuletzt für die Gemeinden wäre eine grundlegende Analyse sehr wertvoll: „Heute sind nämlich die Gemeinden hauptsächlich für die Wasserversorgung verantwortlich – eine Auslegeordnung über die künftige Rolle der Gemeinden wäre darum auch in ihrem Sinne“, erklärt Ludwig Peyer.
